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Übung zur Großtierrettung der Feuerwehren in Kastorf

Auf dem Gelände des Feuerwehrhauses in Kastorf stand kürzlich ein außergewöhnlicher Lehrgang auf dem Programm: Feuerwehren aus dem Kreis nahmen an einer Ausbildung zur technischen Großtierrettung teil. Im Mittelpunkt des Trainings stand der lebensgroße und mehrere hundert Kilogramm schwere Pferde-Übungsdummy „Pedro“, an dem realitätsnah verschiedene Rettungsszenarien geübt wurden.

Geleitet wurde der Lehrgang von Ausbilderin Nora Hoffmann, selbst aktive Feuerwehrfrau. Insgesamt 20 Ehrenamtliche nahmen an der Schulung teil, darunter Einsatzkräfte aus Nusse, Escheburg, Dassendorf und Sierksrade. Auch ein Veterinär begleitete die Ausbildung fachlich.

„Ein Tiermediziner sollte immer gerufen werden“, betonte Nora Hoffmann. Dieser sei unerlässlich, um das verunglückte Tier zu untersuchen und zu beruhigen. Zu einer erfolgreichen Rettung gehörten außerdem die Sicherung des Kopfes, die Vorbereitung eines geeigneten Ortes für die Freilassung, ein sicherer Rückzugsweg für die Einsatzkräfte sowie ein gut organisiertes Personalmanagement.

André Koop von der Feuerwehr Sierksrade zog Parallelen zur Menschenrettung: „Für uns ist der Einsatz bei der Großtierrettung ähnlich zu organisieren wie bei der Menschenrettung aus Unfallautos. Ganz vorn arbeitet nur der direkt mit der Rettung befasste Trupp, das Arbeitsgerät wird etwas abseits bereitgehalten und im Umfeld stehen Kräfte bereit, die unterstützen können.“

Im praktischen Teil der Ausbildung wurden verschiedene Einsatzlagen simuliert, die die Teilnehmer in Gruppen bewältigen mussten. Ziel des Lehrgangs, der vom Anbieter ComCavalo durchgeführt wurde, war nicht nur der schonende Umgang mit Pferden, sondern auch mit anderen Großtieren wie Rindern oder Eseln.

Während einige Feuerwehrleute erstmals mit Ausrüstung wie Nothalfter und Sicherungsseilen arbeiteten, konnten andere ihre Kenntnisse insbesondere bei Zugtechniken vertiefen. Die an „Pedro“ erlernten Fähigkeiten sollen nun in die jeweiligen Wehren getragen werden.

„Es bleibt dabei, dass jede Lage anders ist und wir improvisieren müssen“, so André Koop. „Aber mit den vermittelten Grundlagen können wir das jetzt noch besser.“

 

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