Trotz schwieriger Zeiten: Das Gemeindeleben in Nusse zeigt Stärke
„In Nusse ist die Welt noch in Ordnung“
Trotz angespannter Haushaltslage, wachsender Aufgaben für die Kommunen, zunehmender Bürokratie und der vielfältigen Krisen unserer Zeit, die auch vor kleinen Dörfern nicht Halt machen, setzt die Gemeinde Nusse ein positives Zeichen. Entgegen dem allgemeinen Trend steigen hier beispielsweise die Mitgliederzahlen im Schützenkorps, im Fußballverein und im DRK-Ortsverband. Kinder und Jugendliche organisieren sich zunehmend selbst und gestalten Veranstaltungen für Jung und Alt im gesamten Dorf.
In enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Unternehmen und Handwerksbetrieben finden regelmäßig Gewerbeschauen statt. Gleichzeitig hält die Gemeinde an dem Ziel fest, einen Einkaufsladen nach Nusse zu holen. Auch der Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung stellt sich die Gemeinde aktiv: Der geplante Umbau des Ärztehauses in der Kirchenstraße soll weiterhin unterstützt werden.
Anlässlich des Neujahrsempfangs dankte Bürgermeister Lars Wunsch den Mitgliedern der Gemeindevertretung und der Fachausschüsse für ihr großes Engagement sowie für die Unterstützung, die er als Bürgermeister erfährt. Er betonte ausdrücklich, dass die Gemeindevertreterinnen und -vertreter ihre Arbeit ehrenamtlich neben Beruf, Familie und weiteren Verpflichtungen leisten und dabei Entscheidungen treffen müssen, die nicht immer populär, aber notwendig sind. „Sie tun dies nicht für Applaus, sondern für ihre Gemeinde“, so Wunsch. In seinen Dank schloss er auch die Mitglieder der zahlreichen Vereine und Institutionen ein, insbesondere die Freiwillige Feuerwehr.
In guter Tradition wurde auch dieses Jahr wieder eine Person für besonderes Engagement hervorgehoben. Stefan Jungesbluth wurde für seine besonderen Dienste im Schützenkorps Nusse geehrt. Seit 1981 ist er Mitglied der Schützen, in unterschiedlichen Funktionen tätig und seit 2015 Schützenoberst. Es selbst war auch 1998 und 2008 Schützenkönig.
Ein besonderer Dank galt zudem Bürgermeister Gerd Holz aus der Nachbargemeinde Ritzerau. Dieser ließ es sich nicht nehmen, mit heiteren Worten auf die gemeinsamen Maßnahmen und Aktionen rund um den See zurückzublicken, der beide Gemeinden verbindet. Für einen musikalischen Höhepunkt sorgte Daniel Schipper, der eigens ein Lied „komponierte“, dessen Refrain er gemeinsam mit beiden Bürgermeistern anstimmte.
Zu den Gästen des Neujahrsempfangs zählten unter anderem die Landtagsabgeordneten Christopher Vogt (FDP) und Rasmus Vöge (CDU), Bürgervorsteherin Katharina Fiedermann, Bürgermeister Ingo Schäfer aus Mölln, Amtsvorsteher Ulrich Hardtke (Amt Sandesneben-Nusse), Amtsvorsteherin Anja Dührkopp (Amt Berkenthin) sowie erstmals Pastor Dr. Knut Boysen aus der Kirchengemeinde Nusse-Behlendorf.
Für den Kulturausschuss sowie die Kinder- und Jugendvertretung der Gemeinde Nusse gab Nadine Knoll einen eindrucksvollen Überblick über zahlreiche Veranstaltungen, Aktivitäten und neue Ideen, die im vergangenen Jahr erstmals umgesetzt wurden. So wurde beispielsweise zu Halloween gemeinsam mit der Kinder- und Jugendvertretung ein Schwarzlicht-Partyzelt aufgebaut, bewacht von „Tyrannosaurus-Rex-Türstehern“. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher wurden dabei mit Glühwein aus echtem Nusser Apfelsaft überrascht.
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von links Daniel Schipper – BGM Lars Wunsch – MdL Christopher Vogt – Nadine Knoll – BGM Gerd Holz
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von links BGM Lars Wunsch – Daniel Schipper – BGM Gerd Holz

